Naturgarten mit Blick auf die Loreley


 

Privatgarten Elke und Ernst Knecht

kann auf Anfrage besichtigt werden

Baujahr: 2007

Größe: ca. 10a

weit über 100 Wildblumen aus Bio-Anbau, Trockenstandorte, Teichbiotope, Trockenmauern aus Grauwacke

Besondere Naturmaterialien: aufwendige Pflasterarbeiten aus Basalt, in Weisel gefunden

Gartenportrait:

 

Die Mitglieder der Familie Knecht sind bereits „alte Hasen" im Naturgartenverein und Stammkunden auf den jährlich stattfindenden Naturgartentagen in Grünberg. Das Idealbild eines „typischen" Gartens erfuhr damit bei ihnen im Lauf der Jahre einen schleichenden Wandel. 

Die alt gedienten Rasenflächen reagierten tief verunsichert auf die zunehmend skeptischeren Blicke ihrer Besitzer, wie sich bald zeigte völlig zu Recht! Blumenrasen, Streuobstwiesen, Wild-Heckensäume und Wildblumensaaten drängten das monotone Einheitsgrün Schritt für Schritt zurück.

Ein Vorgarten mit einem alten Fichtenbestand als letzte Bastion traditioneller Gartenkunst sollte nun ebenfalls der Naturgartenvielfalt weichen.

Der leicht abschüssige Boden mit Ziegelschuttanteilen erwies sich als optimal für einen vollsonnigen Trockenstandort. Auch der Wettergott zeigte sich wohl gesonnen, in einem niederschlagsfreien April mit fast schon sommerlichen Temperaturen gingen die Erdarbeiten rasch von der Hand. Um mehr räumliche Tiefe und Vielfalt zu erreichen, sollte das Gelände in drei Ebenen terrassiert werden. 

Für die stützenden Trockenmauern bot sich freundlicherweise die Grauwacke als „ortsansässiges" Naturmaterial an.

Einen Kontrast zu den Trockenstandorten sollte ein umfangreicher Wasserbereich darstellen. Dazu wurde das Dachwasser des Hauses und einer angrenzenden Scheune gesammelt und in einen kleinen Quellteich geleitet. Hier sinken die Schwebstoffe ab, das Wasser beruhigt sich und fließt zu einem größeren See weiter. 

Die unterschiedlichen tief gelegenen Wasserzonen wurden mit heimischen Arten aus Biolandanbau bepflanzt. Das Pflanzsubstrat besteht aus einer bewährten Mischung aus Odenwälder Grubenton und Rheinsand, dort entwickeln sich die Pflanzen sehr rasch und laufen den lästigen Fadenalgen schon bald den Rang ab.

Auch die Trockenstandorte wurden mit über 100 einheimischen Arten aus regionalem Bio-Anbau bepflanzt, zahllose Wildblumenzwiebeln werden im Frühjahr die Naturgartensaison einleiten, während jeder Folgemonat seine eigenen Blühaspekte und Höhepunkte bieten wird.

Wer diesen Naturgarten gerne einmal besichtigen möchte, ist herzlich eingeladen, sich mit uns in Verbindung zu setzen.